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Äthiopien - unsere Reise zur Wiege der Menschheit
(Reisebericht Juli/August 2011)


Obwohl wir es grundsätzlich gewohnt sind, unsere große Sommerreise immer zeitgerecht zu organisieren und zu buchen, hatten wir dieses Mal im Mai immer noch keine Ahnung, wohin unsere Tour gehen soll. Plötzlich kam die zündende Idee: Wie wärs mit einer Reise zum „Horn von Afrika“ zu den unbekannten Stämmen der Hama, Konso und Mursi? Mit Ausnahme unserer Reise im Vorjahr, wo wir die Gewürzinsel „Madagaskar“ erkundeten, hatten wir bislang nur wenige Erfahrungen mit dem afrikanischen Kontinent gesammelt. Das sollte sich schnellstmöglich ändern.

Die Flüge und unsere Rundreise waren schnell gefunden und somit stand unserer diesjährigen Abenteuerreise in eines der ärmsten Länder der Welt - nach Äthiopien - grundsätzlich nichts mehr im Wege. Leider machte das Land in den Wochen vor unserer Abreise aufgrund der vorherrschenden Dürre- und der daraus resultierenden Hungerkatastrophe bedenklich negative Schlagzeilen in den europäischen Medien, sodass wir uns Ende Juli mit leichtem Unbehagen auf den Weg zur Wiege der Menschheit machten.

Von München ging’s mit der KLM über Khartum in die äthiopische Hauptstadt Addis Abeba. Da Addis auf einer Höhe von rund 2.500 m liegt und zu unserer Sommerzeit Regenzeit ist, waren die Temperaturen glücklicherweise relativ angenehm für uns. Wir staunten nicht schlecht, als wir am Flughafen von einem Einheimischen mit den Worten „Servus, i bin da Alex“ begrüßt wurden. Unser Guide Alex ist ein sehr netter, junger Äthiopier, der unglaublich viel weiß und kennt und – wie seine späteren Erzählungen immer wieder belegten – bereits sehr viel Erschütterndes erlebt hat. Sehr zu unserer Freude kennt und liebt er Österreich (Wien und Salzburg) mit all seinen kulinarischen Schmankerln und Besonderheiten. Und wie wir mag Alex Jägermeister! Sehr sympathisch! ;-)

Um grundlegende Einblicke in das Land und seine Bewohner zu gewinnen, starteten wir unsere Besichtigungstour im Nationalmuseum von Addis Abeba. Das Museum ist leider ein wenig heruntergekommen, aber es strotzt vor Sensationen. Eines der Highlights war das Treffen mit „Lucy“ - einem etwa 1 m großen Affenmenschen, der vor rund 3 – 4 Mio. Jahren hier gelebt hat. Lucy wurde erst 1974 in der Danakil-Depression gefunden. Während des Rundgangs machten wir immer wieder Bekanntschaft mit dem letzten großen Kaiser von Äthiopien „Haile Selassie I“, der nach wie vor als Gott verehrt wird und 1975 verstorben ist.
Heute herrscht in Äthiopien (obwohl es eine Republik ist) eine Militärjunta mit unvorstellbarer Brutalität. Menschenrechte? – Fehlanzeige! Die gibt es hier nicht. In Äthiopien regiert das „Spitzelwesen“ und man muss sehr genau aufpassen, was man wann und wo sagt.

Nachdem wir nach unserer Rückkehr beim Hotel rund ein Dutzend kitschiger Hochzeiten miterleben konnten, fuhren wir am nächsten Tag bereits vom Hochland in die Ebenen des Grabenbruches.


Raiba, Wüstenrot, Haribo, Pustefix - auch heuer haben uns wieder
viele mit kleinen Mitbringsel für die Kinder unterstützt. DANKE!


viele, viele Gastgeschenke -
hoffentlich passt alles in unsere Koffer


Regen empfängt uns in der äthiopischen
Hauptstadt Addis Abeba

die Telefonverbindungen sind äußerst
schlecht - da hilft auch keine Doppelleitung ;-)

im Nationalmuseum erfahren wir von
Guide Alex die Geschichte Äthiopiens

Papa und Sandra lauschen gespannt
den interessanten Erzählungen von Alex


der letzte Kaiser Äthiopiens: Haile Selassie I.
(1892 - 1975)


der obligate Eintrag ins Gästebuch

unsere "Uuuuuuuuuuuuur-Mutter" Lucy

die Originalgebeine des berühmten Affenmenschen Lucy
(Alter ca. 3 - 4 Mio Jahre!)


Sandra prüft skeptisch die äthiopische Köstlichkeit "Injera":
aus Teff zubereitetes Fladenbrot
( vergleichbar mit einem sauren Schwamm)


Besuch des Mercato
(Afrikas größter Markt)


jedes Wochenende stehen unzählige Hochzeiten
auf dem Programm


majestätische Blumenpracht


Massenhochzeiten in der Parkanlage unseres Hotels


wir verlassen die Hauptstadt und fahren Richtung
Süden des Landes


die Bauern bestellen ihre Felder
und säen das Getreide Teff


Foto, Foto, Foto - alle wollen auf dem Foto verewigt werden.
Sandra ist in ihrem Element!

stolz, aber nicht schön:
die aasfressenden Marabus


gespannte Gesichter bestaunen uns


bittende Kinderhände


mmmmhhhhh, lecker!
Haribo!

ein Gruppenfoto zum Abschied

heutiges Tagesziel: die Sabana Lodge am Langano-See


unsere Crew: Fahrer Tewii und Alex genießen das köstliche Eis
in der italienischen Lodge


Urlaub pur!


Schönheiten der Natur


dreifacher Vitamin-Cocktail
(Kiwi, Erdbeere, Papaya)


Fotomotive wohin man schaut


der Webervogel holt sich die Leckerbissen fast aus der Hand


lesen, entspannen, faulenzen


ein Paradiesschnäpper: markantes Merkmal ist der lange Schwanz


der braune Langano-See ist aufgrund seines hohen Soda-Gehalts
einer der wenigen Badeseen ohne Bilharziose-Gefahr


kalt und braun, aber herrlich erfrischend


Abendessen in der gemütlichen Sabana-Lodge


Unsere Reise führte uns durch zahlreiche Getreidefelder nach Shashemene, dem äthiopischen Zentrum der Rastafarias, die vor allem durch Bob Marley bekannt wurden. Entlang riesiger Seen fuhren wir in unserem Geländewagen schließlich weiter bis Awassa. Dank unserem Guide Alex mussten wir nicht in einem normalen Touristenhotel nächtigen, sondern konnten in der schönen und gemütlichen Sabana Lodge am Langano See übernachten. Hier war an einem Nachmittag Faulenzen angesagt: lesen, entspannen und baden in einem der wenigen Badeseen ohne Bilharziose-Gefahr.

Am nächsten Tag fuhren wir zurück nach Awassa, um in einer katholischen Kirche das Fest des Hl. Gabriel mitzufeiern. Tausende Gläubige strömten in weißen Umhängen und in allen Farben schillernden und schimmernden „Festschirmen“ zur Kirche, wo sie dem Gottesdienst beiwohnten. Auch das mussten wir natürlich erleben und so standen wir einige Stunden eingepfercht zwischen den Einheimischen, lauschten den Gebeten und den Gesängen der Gläubigen und verließen schließlich tief beeindruckt von dieser Religiosität das Kirchenareal.

An der Promenade des Awassa-Sees schlemmten wir anschließend entgegen aller Hygienevorschriften einen köstlichen Tilapia-Fisch aus dieser Gegend. Lecker, lecker - auch wenn das Drumherum gewiss nicht ganz den Vorstellungen vieler Reisender entsprach! Durch die Hügel der Sidama mit ihren Kaffeeplantagen ging unsere Reise weiter zum heutigen Tagesziel Yirgalem. Die Sidama-Völker bewahrten sich bis heute ihren traditionellen Glauben. Die Bambusrahmen ihrer Hütten decken sie mit Gras und Enset-Blättern.
Nach einem ausgedehnten Spaziergang durch die Kaffeeplantagen, wo wir viele Eingeborene trafen und mit ihnen (so gut es eben ging) plauderten, erlebten wir am Abend eine traditionelle Kaffeezeremonie. Frische grüne Kaffeebohnen wurden für uns geröstet und schließlich herrlich duftender Kaffee gebraut. Ein wahres Gedicht! Rund um unser Lager warteten zeitgleich zahlreiche Hyänen und Geier darauf, gefüttert zu werden.

Am nächsten Tag führte uns unsere Reise schließlich weiter durch die Savannenlandschaft der Borena nach Yabelo, einer kleinen Stadt ohne nennenswerte Sehenswürdigkeiten.



Zwischenstopp in Shashemene, dem Ort der Rastafaris


in der Anlage erfahren wir die Geschichte der
eingewanderten Rastafaris


der frühere äthiopische Kaiser Haile Selassie gilt hier
als „Löwe von Juda"


im Andachtsraum wird neben Kaiser Haile Sellassie I.
auch Bob Marley verehrt


beim Volksfest zu Ehren des Hl. Gabriel in Awassa


tausende Gläubige versammeln sich auf dem Kirchenareal


Blick auf die St. Gabriel Kirche


zum Mittagessen gibt's heute frischen Fisch
aus dem Awassa-See


Papas Kommentar: "Voi guad!"

eine süße Ananas als
leckere Nachspeise

europäische Touristen sind in
Äthiopien gern gesehene Gäste


Papa pflegt seine Zähne mit der äthiopischen Zahnbürste
(ein Stückchen Olivenholz)


Fotoshooting an der Strandpromenade

das typische Eselfuhrwerk als Transportmittel Nr. 1

reges Treiben auf den Straßen


Kostprobe von der berauschenden Pflanze Khat
(allseits beliebte Kaudroge)


interessanter Abendspaziergang durch
eine grüne Kaffeeplantage in Yirgalem


fröhliche Kinder umgarnen uns


stolz zeigen sie uns ihren Besitz


von leeren Dosen bis zu leeren Batterien: zum Basteln von
Schmuck kann alles verwendet werden

eine frische Guave

die Familie lädt uns ein, ihr Haus zu besichtigen


grün und fruchtbar präsentiert sich uns diese Gegend


Fotografie verbindet!


Weiße sind für die Kinder eine Besonderheit


ein äthiopischer Radlbock
als Allzwecktransportmittel


Sandra und Papa gschaftig mit Stock
beim gemütlichen Rundgang

Hyänen und Geier leisten uns bei der
Kaffeezeremonie Gesellschaft

aufwendige Zubereitung von frischem Kaffee


die Kaffeebohnen werden sorgfältig geröstet


herrlich duftend und lecker zugleich

Alex kennt, weiß und liebt vieles - vor allem
österreichische Süßigkeiten und Jägermeister

morgendliches Treiben im Zentrum von Yirgalem


zu Besuch bei einer Familie am Land -
in dieser Strohhütte wohnen mehrere Generationen


große braune Kinderaugen lassen uns keine Sekunde unbeobachtet


Traditionsgetränk dieser Region ist
gesalzener Kaffee - "igitt!"


dazu gibt's leckeres Gebäck -
(ähnlich unserer Wuchteln)


der Herr des Hauses ist stolz auf seine Familie
und freut sich über unseren Besuch

als kleines Dankeschön für die herzliche Aufnahme und
Bewirtung verteilen wir kleine Geschenke

ein Familienfoto zur Erinnerung


Tschüss und alles Gute!


der Zustand der Straßen ist häufig katastrophal


Sandra lernt Amharisch:
"Ene Sandra ebalalehu!"


das äthiopische Alphabet besteht aus
rund 280 verschiedenen Buchstaben


Papa beim intensiven Auswendiglernen ;-)

bis jetzt begleitet uns eine sehr grüne und
fruchtbare Landschaft

"Servus!"


ein kurzer Zwischenstopp für einen sportlichen Wettkampf


Alex ist stets darauf bedacht, dass wir Kontakt zu
den Einheimischen haben


Sandra und Beryhun kämpfen gemeinsam für Österreich!


wem er wohl die Daumen drückt?


Papa genießt den Trubel


ein schickes Wüstenrot-Kapperl
begleitet diesen netten Jungen von nun an


das äthiopische Leben spielt sich auf der Straße ab


fleißige Handwerker bieten ihre Dienste an

vollbepackt mit tausend Sachen

Bajaj, das Fortbewegungsmittel in den größeren Regionen


idyllische Landschaftsbilder


in Affenpose: da sich die Affenherde nicht ablichten ließ,
sprangen wir als Ersatz ein ;-)


bei unseren Zwischenstopps sind wir im Nu von
Kindern und Jugendlichen umzingelt


gigantische Termitenhügel


Papa mit seinen Fotografiergehilfen

Schulhefte und Stifte werden an
diese scheuen Kinder verteilt

eine Kamelherde in der nun vorherrschenden
Savannenlandschaft


... bewacht von bewaffneten Kindern


Kameldame "Dorothea" grinst in die Kamera

gemütlicher Tagesausklang in Yabelo

Bereits nach den ersten Tagen in dieser fremden Welt wurde für uns deutlich: Das geheimnisvolle Äthiopien gilt als das Land mit einer der reichsten Historien Afrikas und fasziniert als Land der Kontraste und Überraschungen. Das verdeutlichte speziell unser Aufenthalt im Süden des Landes, von dem wir euch demnächst berichten wollen. Besucht uns wieder und taucht gemeinsam mit uns ein in das Abenteuer Afrika!