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Da Glockenklang
(Romana Pieringer)

Ih mag na so gean,
vo allerweitn kann man hean,
den schen Glockenklang,
so laut und so lang,

so tiaf und so voll,
da fühl ih mi wohl,
sö ham für mi gleit,
dös erst Mal voll Freid,
damals bei meiner Tauf,
denk nimma zruck drauf,

do bei da Erstkommunion iß ma gwiß,
wia feierlich s'zuaganga is,
denn ih hab a rech lötze Nacht,
auf eiserne Locknwickler vobracht,

und vier dana(ch),
war da Firmtag bald do,
Glockn dö klingan so hell,
sagn, geh a Kirch ein schnell,


ih hätt m ibei da Godn gern vosteckt,
vor da Watschn hats mi recht gschreckt,
bin dagstandn mit bazwoache Knia,
dawei war dös Tappei net schia,

an schenan war da Glockenschlag,
damals an mein Hochzeitstag,
voller Freid leitens mas zua,
das ih ganz dös Richtige tua,

do im letztn Drittl vo mein Leben,
mags koan Glockenklang mehr gebn,
a da Früha heast koa Tag anleutn,
z'Mittag muaßt auf d'Uhr hindeutn,

und auf Nacht gibt's koa Gebetsleitn mehr,
na wirklich woah, Glockn müaßn wieder her,
z'Vormoos bei das Meß iss a ganz stad,
da kennt sö Koana aus, dös is fein fad,

denn unser Glockn und ihr Stuhl han krank,
aba oiß wird wieder hergricht, Gott sei Dank,
grad Glockn dö gehen hoit groß a(b),
drum hama heit alle bei der Mess da,

machan s'Geldtaschl weit auf, spenden gern,
dann werd ma unserne Glockn bald wieder hearn.

Gwiß werds mi nu amoi begleitn,
und alloan für mi grad leitn,
wanns mi tragn zu mein Grab,
weil ih d'Welt volassn hab,
wa mia gwiß koa Bißl bang,
kunnt ih hean an Glockenklang!

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