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Armes reiches Burma -
Reise ins goldene Land der Pagoden (Teil IV)
17. - 31. August 2008

Heute starten wir Teil IV unserer großen Myanmar-Reise 2008:

Auf dem Programm stand die Fahrt von Mandalay nach Kalaw, auf der wir das burmesische Straßennetz - leider von der negativen Seite - kennenlernen durften. Geschwindigkeiten jenseits von 50 km/h kann man hier getrost vergessen, vielmehr mussten wir froh sein, mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 40 km/h durchs Land fahren zu können. Diese niedrigen Geschwindigkeiten hatten aber auch den Vorteil, dass wir während der Busfahrt vieles erleben und auch bildlich festhalten konnten. Kilometerlang zogen sich die Reisfelder in den unterschiedlichsten Stadien dahin. In dieser Gegend ist der Boden und das Klima so günstig, dass während des ganzen Jahres angebaut und geerntet werden kann (Erntemöglichkeit: bis 2 ½ mal im Jahr). Langsam änderte sich das Erscheinungsbild und nach kleineren Maisfeldern wuchs plötzlich Baumwolle auf den Feldern: teils blühend, teils auch bereits zur Ernte bereit.

Als Herausforderung des Tages galt es, die diversen Pässe zu bezwingen, welche die Hauptverbindung zwischen dem höher gelegenen Norden und dem grünen Süden darstellen. Endlose LKW-Kolonnen beladen mit Gemüse, Früchten und Treibstoff, welche die Versorgung des nördlichen Landesteiles sichern, kamen uns an meist engen und schlechten Straßenstellen entgegen. Eigentlich waren wir der Meinung, dieses eher kurze Straßenstück (ca. 180 km) relativ flott zurücklegen zu können. Aber wie so oft hatten wir uns auch hier gründlich verschätzt und so erreichten wir erst gegen Abend unser nächstes Etappenziel: den Shan-Staat Kalaw. Mit den Worten „Liebe dein Vaterland und respektiere das Gesetz“ wurden wir vom Ortsschild empfangen.

Kalaw ist ein Städtchen mit 25.000 EinwohnerInnen und einem für burmesische Verhältnisse sehr angenehmen Klima. Tagsüber ist es nicht zu heiß und nachts erfrischend kühl. Auch wir waren nach den bisher sehr heißen Tagen von der Abkühlung überrascht und ließen den Tag mit einem kleinen Spaziergang durch die Stadt ausklingen. Aufgrund der angenehmen Temperaturen zählt Kalaw unter den reichen LandesbewohnerInnen zum Urlaubsziel Nummer 1.


Jumbo winkte uns zum Abschied

Reis, das Exportgut Nr. 1. aus Myanmar

bis zu 2 1/2 Reisernten sind jährlich möglich

leckere Mangos zum Spottpreis


in Burma kommt der "Sprit" aus dem Plastikkanister


eine harte und mühsame Arbeit für den Bauer und seine Zebus

na ihr Beiden, wo ist das Problem?


Transportmittel der etwas anderen Art
- der Faktor Zeit spielt in Burma keine Rolle


eine Zebu-Transportkolonne mit Stroh

eine Wassermelone als erfrischende Stärkung für den
Verantwortlichen der Ladung


unzählige Frauen und Kinder beim Sortieren von Chili


der Stängel muss von der Chilischote getrennt werden

Baumwolle kurz vor der Ernte


riesige Teakholzstämme werden für den Export
verladen


Mittagessen in einem Restaurant an der Hauptstraße
von Mandalay nach Heho

ein Zuhause, wie sich's die Meisten von uns
nicht vorstellen könnten


in derart primitiven Bambushütten wohnen
die BergbewohnerInnen


nach kurzem Regen ist die Hauptstraße
nur noch eine Schlammbahn

unbeschreiblich und erschreckend zu gleich

die Hauptverkehrsroute aller Obst- und Gemüsetrucks

diese Passstraße müssen die Brummis (auch Tanker!)
mehrmals die Woche bezwingen

einer der härtesten und gesundheitsschädigendsten Jobs

Ankunft in Kalaw mit Blick auf den Hauptplatz

Kalaw gilt aufgrund des angenehmen Klimas
als Urlaubswohnsitz der Reichen


die Mädchen des Hotels erwarten uns in der typischen Paoh-Tracht


Am nächsten Morgen starteten wir von Kalaw Richtung Osten zum Inle See. Entlang der Straße findet man alle möglichen Arten von Gemüse. Beeindruckend waren vor allem die Tayotaplantagen. Tayota ist ein kürbisähnliches Gemüse, das von dachartigen Spalieren herunterhängt und somit auch leicht geerntet werden kann. Die Ernteerträge dieser Gegend werden übrigens großteils auf den berühmten Markt nach Heho gebracht, den es für uns als nächsten Programmpunkt zu besichtigen galt.

Da traditionelle Märkte sowieso zu unseren Lieblingserkundungen zählen, konnten wir hier einige Stunden verbringen und das hektische Treiben und Feilschen genießen und miterleben. Man findet hier alles, was das Herz begehrt: vom rostigen Nagel über parfümierte Betelblätter, frisches und saftiges Obst und Gemüse, bis hin zu allen möglichen Arten von Fleisch und Meeresfrüchten. Kein Wunder, dass unsere Kameras im Dauereinsatz waren. Auch die Shan in ihrer typischen Landestracht (dunkelbaue Kleidung mit einem bunten Frottee-Turban), die geschäftstüchtigen Frauen und Männer und die vielen kauflustigen MarktbesucherInnen boten exotische Fotomotive.


eine kleine Herde Wasserbüffel

vollbeladen geht's im "Konvoi" auf den Markt nach Heho

eine stolze Palaung Frau in ihrer
typischen Tracht: dunkelbaue Kleidung
mit einem bunten Frottee-Turban

Mönche beim Großeinkauf am Markt!?!

zwei Palaung Frauen suchen
frische Schnäppchen

Oma und Opa beobachten gelassen der chaotische
Treiben am Markt

die Zebus warten geduldig auf die Heimfahrt

auch die Babies sind immer und überall dabei

an Ort und Stelle wird das Notwendigste geschneidert


frischer Gemüse- und Obstverkauf aus dem eigenen Anbau


Sandra als neue "Marktschreierin"


Pepi und die Palaung Oma betrachten das gemeinsame Foto

ein herzhaftes Lachen
(witziger Hingucker: ihre Zahnlücken ;-))


die Palaung Frauen sind großteils
fotoscheu


öffentliche Verkehrsmittel sind stets zu mindestens
100 % ausgelastet


Im letzten Teil unserer Erkundungsreise stellen wir euch noch die Besonderheiten und Einzigartigkeiten des Inle-Sees vor (z.B. schwimmende Gärten, Beinruderer, ...) und entführen euch für ein paar Schnappschüsse in die Weltstadt Bangkok. Ihr dürft weiterhin gespannt sein...

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