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Armes reiches Burma -
Reise ins goldene Land der Pagoden (Teil V)
17. - 31. August 2008

Liebe Vormoos Online Leserinnen und Leser!

Heute starten wir in den letzten Teil unserer großen Myanmar-Reise 2008:
Nachdem wir uns am Markt in Heho fotographisch ausgetobt hatten, setzten wir unsere Fahrt nach Nyaungshwe fort. Dort angekommen verließen wir unseren Bus und legten das letzte Stückchen bis zu unserem Hotel "Paradise Inle Resort" mit dem Boot zurück. Auch hier spiegelte sich das gleiche Bild wie in ganz Myanmar wieder: viele Boote und Hotels warteten leider vergeblich auf Touristengruppen oder Individualreisende. Nach einer eindrucksvollen 30-minütigen Bootsfahrt erreichten wir schließlich unsere Hotelanlage und konnten 2 Bungalows mitten am See beziehen: eine traumhafte und idyllische Lage! Nach einer kurzen Rast machten wir uns wieder auf den Weg und Nang führte uns mit dem Boot nach Ywama zur Phaung Daw U Pagode, wo wir die Heiligtümer des Buddhismus bestaunen konnten. Von den fünf ausgestellten Figuren sollen zwei Statuen Buddha darstellen und die restlichen drei seine Jünger. Allerdings ist ihre ursprüngliche Form kaum mehr erkennbar, da alle fünf Figuren bereits mit mehreren Zentimetern Blattgold beklebt wurden. Unmittelbar neben der Pagode befindet sich die Halle mit der goldenen Barke, auf der ein Schrein mit einer Buddhafigur mitgeführt wird. Bei der jährlich stattfindenden 3-wöchigen Prozession mit der goldenen Barke werden alle größeren Orte des Sees abgefahren und große Feste gefeiert.

Desweiteren hatten wir die Möglichkeit, eine der einzigartigen Lotoswebereien zu besuchen. Aus den Stängeln der Lotosblumen werden hauchdünne Fäden gezogen und diese zu einem Faden gedreht. Aus diesem Faden werden dann kostbaren Lotoswebwaren hergestellt, die hauptsächlich an Touristen verkauft werden. Für einen Schal werden beispielsweise zwischen 6000 und 8000 Lotosstängel benötigt. Auf der Heimfahrt stand noch das Nga Phe Kyaung Kloster auf dem Besichtungsplan. Vorbei an den schwimmenden Gärten, auf denen Gemüse (allen voran Tomaten) gezüchtet wird, erreichten wir eins der ältesten und angesehensten Klöster. Das Kloster wird auch „Monastery of the jumping cats“ genannt. Bis vor wenigen Monaten gabs hier die besondere Attraktion, dass dressierte Katzen durch hochgehaltene Ringe sprangen.
Übrigens noch kurz eine Erklärung zu den schwimmenden Gärten: Auf Matten oder verflochtenem Unkraut wird Schlamm angehäuft und diese kleinen Segmente werden mit Stangen am Boden des Sees verankert. Auf ihnen werden dann Tomaten, Bohnen, Blumenkohl und auch Blumen gepflanzt. Nach diesen Ausflügen und Highlights des heutigen Tages konnten wir noch den Sonnenuntergang auf der Terrasse unseres kleinen Bungalows genießen.

Bei einem leckeren Abendessen im Restaurant des Hotels lernten wir zufällig zwei junge Touristen kennen. Nach kurzem Rätselraten, von wo die Zwei wohl stammen, waren wir völlig überrascht und erstaunt, als wir schließlich auf Deutsch und noch dazu in unserem Dialekt angesprochen wurden - hier in dieser leeren Hotelanlage, 12000 km entfernt von zu Hause. Natürlich freuten wir uns über diese Reisebekanntschaft und im Zuge des langen und ausführlichen Gespräches, bei dem wir zur Feier des Tages unsere mitgebrachte Medizin (Jägermeister) öffneten, erfuhren wir, dass der Bursch fast aus der Nachbarschaft (Eggenfelden) und die junge Frau aus Gänserndorf stammte. Spät in der Nacht und nach vielen Diskussionen hieß es schließlich Abschied nehmen, um für den nächsten Tag wieder fit und gerüstet zu sein.


Ankunft in Nyaungshwe - dem Hauptort am Inle See:
weiter geht's mit dem Boot


Sandra genießt die Bootsfahrt auf dem Kanal


Ankunft in unserer idyllischen Hotelanlage auf dem See:
das Paradise Inle Resort


eine Besonderheit des Inle-Sees sind die schwimmenden Gärten:
typisch ist vor allem der Tomatenanbau


Blick auf die schwimmenden Gärten


ein kleiner Burmese muss sich dem Waschritual unterziehen


Nang im Schutz des Sonnenschirms

die königliche Barke in Form eines großen
Hintha-Vogels

die Phaung Daw U Pagode -
das größte Heiligtum des Shan-Staates

die zur Unkenntlichkeit mit Blattgold belegten Buddhastatuen

Besuch einer Lotosweberei in Paw Kone


Tee und Reiswaffeln als Snack für zwischendurch


Opa und Enkerl freuen sich über den von
Edith mitgebrachten Luftballon


die einzigartige und exotische Herstellung von
kostbaren Lotosstoffen zählt zur langjährigen Tradition


zu Besuch in der Dorfschmiede: Opa bedient den Blasbalg ...


... die Söhne schmieden das glühende Eisen


Mama ist sichtlich stolz auf ihren Kleinen

direkt am See: ein präziser Scherenschnitt
kostet lächerliche 50 Cent

eins der 200 Pfahlbaudörfer am Inlesee

der Regenschirm mit Doppelfunktion darf bei der Bootsfahrt
keinesfalls vergessen werden

das berühmte 160 Jahre alte Nga Phe Monastery Kloster

das Kloster ist für die dressierten Katzen bekannt -
leider sind die Tiere inzwischen
in die Jahre gekommen

trotz Papas gutem Zureden wollte die
Katze einfach nicht springen

die schwimmenden Gärten auf dem Inle See:
Tomaten wohin man schaut

mit dem Einbaum geht's zur Ernte


berühmt für den Inle-See sind auch die Beinruderer,
die diese Technik auch heute noch benutzen, um die Hände
zum Fischen frei zu haben


Sandra genießt den Abend auf der Terrasse des Bungalows


Sonnenuntergangsstimmung am Inle See


Fotoshooting: mehr als 100 Schnappschüsse waren für
ein passendes Foto von uns notwendig

scheinbar hat das heutige Sonnenbad ein
bisschen zu lange gedauert???


gut gelaunt in traumhafter Atmosphäre


am letzten Abend in Myanmar gibts ein leckeres
und gemütliches Abendessen


Zählen will gelernt sein -
Papa bekommt Nachhilfeunterricht vom Kellner Aceh


Bekanntschaft mit den einzigen Touristen in unserem Resort:
zu unserer Überraschung kommen sie aus der Nachbarschaft
(Eggenfelden)


Nach einer ruhigen und erholsamen Nacht – natürlich bewegten sich die Bungalows auf ihren Stelzen im Rhythmus des Wassers ganz leicht – erlebten wir einen wunderschönen Sonnenaufgang auf dem See. Die ersten Fischer bzw. Beinruderer zeigten uns beim Vorbeifahren ihr Können, indem sie das Ruder mit einem Fuß so bedienen, dass sie damit vorwärts fahren und nebenbei mit den Händen und einem Korb fischen. Nachdem wir von unserem kleinen Hotel am See Abschied nehmen mussten, machten wir uns auf den Weg zum schwimmenden Markt in Indein. Aufgrund des Tourismus hat sich dieser Markt leider stark verkleinert und ist heutzutage vielmehr von Souvenirbooten bestimmt.

Dafür hatten wir die Möglichkeit, einige Padaung-Frauen (besser bekannt als Giraffenfrauen) kennenzulernen. Bereits im Alter zwischen 5 und 9 Jahren werden den Mädchen von der Schamanin Messingringe um den Hals und um die Waden geschmiedet. Jedes Jahr kommen dann welche dazu, bis die jungen Frauen bis zu ihrer Hochzeit einen Messingschmuck von rund 9 kg (!) um den Hals tragen. Für uns unvorstellbar! Vor allem nach dem Ausheben dieses Schmuckstückes wurde uns bewusst, was es heißt, diese Ringe ein Leben lang mit sich zu tragen. Obwohl dieser Brauch seitens der Regierung bereits verboten ist, werden junge Frauen nach wie vor mit derartigen Messingringen, die als Symbol der Schönheit gelten, geschmückt.

Unsere Entdeckungsreise ging schließlich zu Fuß durch einen riesigen Bambuswald weiter und wir erreichten nach der Besichtigung einer gewaltigen „Stupaanlage“ mit rund 1100 unrenovierten Stupas und Pagoden einen Kindergarten, den wir auf unser Ersuchen besuchten. Die kleinen Burmesinnen und Burmesen freuten sich ebenso wie die Kindergärtnerinnen über unseren Besuch. Die Freude wurde schließlich noch größer, als wir einige Stoffbären und bunte Luftballons verteilten. Unbeschreibbar, welche Freude die kleinen dunklen Kinderaugen ausstrahlten. Das hat uns wieder mal vor Augen geführt, dass auch kleine Geschenke eine große Wirkung erzielen können.

Schließlich hieß es Abschied nehmen und so verließen wir mit unzähligen neuen Eindrücken das Gebiet des Inle Sees, um mit der nächsten Maschine von Heho über Nypydaw (der neuen Hauptstadt) nach Yangon zu fliegen.


Padaung oder Giraffenfrau: sie tragen
schwere Messingringe als Symbol für
Schönheit

die Ringe werden nicht nur um den Hals,
sondern auch um Arme und Füße getragen

Papa genießt das Fotoshooting mit den exotischen
Schönheiten (Tochter und Mutter)

die Messingringe dieser Giraffenfrau wiegen rund 10 kg -
zum Schlafen kann ein Teil der Ringe gelockert werden

der schwimmende Markt verliert aufgrund des Tourismus
leider an Größe und Bedeutung


die Einheimischen verkaufen auf den Booten alles, was für das
tägliche Leben benötigt wird


Spaziergang durch einen typischen Bambuswald


Waschtag am Fluss

diese Paos tragen die von ihnen
geernteten Früchte zum Markt

bei den Pagoden begrüßt uns eine zahme Krähe

unzählige Pagoden warten auf die Sanierung

ebenso wie die zahlreichen Standbilder

die Anlage in Indein umfasst rund 1100 halb verfallene
Stupas und Pagoden

wir haben noch Zeit, um den Kindergarten des Dorfes
zu besuchen

die Kinder empfangen uns
freudestrahlend

in den Häusern und auch im Kindergarten ist barfuß gehen Pflicht


die Kinder staunen über den seltenen europäischen Besuch


... und sind begeistert von den eigenen Fotos


kleine Lady in Red

Wasserplantschen ist bei allen Kindern beliebt

was gibt's denn da interessantes???

Papa kommt mit dem großen Geschenke-
rucksack zurück

Kindergärtnerin Erica freut sich
über die Stoffbären

oooohhhhh

kleine Geschenke, große Wirkung

freudestrahlende Kinderaugen wohin
man schaut

jedes Kind bekommt ein
buntes Spielzeug

ein farbenprächtiges und schönes Schauspiel


ein Beinruderer zeigt uns seine Kunst


gefischt wird mit Körben


Leider vergingen die Tage in diesem wunderschönen, kulturell reichen und reizvollen, aber trotzdem sehr armen Land viel zu schnell und nach 2 Stunden Flug erreichten wir unser nächstes Ziel für die letzten 3 Urlaubstage: Bangkok, die Hauptstadt von Thailand.

Wir haben die Hauptstadt von einer uns nicht bekannten Seite kennengelernt. Bei Edith und Sandra überwiegte aufgrund der krassen Gegensätze (unfreundliche und teils genervte VerkäuferInnen, Touristen über Touristen, Sextourismus) das Negative dieser Stadt. Wir sind überzeugt, dass man nicht viel versäumt, wenn man Bangkok nicht erlebt bzw. erkundet hat. Papa kann hingegen diesen Eindruck nicht bestätigen, obwohl er nicht als „Sextourist“ in Bangkok war! Für ihn herrscht hier einfach eine andere Mentalität und wie fast überall heißt es auch in Bangkok: „Geld regiert die Welt“.


mit dem Tuc Tuc rasen wir durch Bangkok -
wer bremst, hat verloren!


Platz ist in der kleinsten Hütte


wir befinden uns wieder in der Zivilisation


Besuch einer Schlangenfarm:
nervenaufreibendes Spiel mit giftigen Kobras

hier der Beweis: das Melken einer Kobra

mutig oder lebensmüde???

Sandra bevorzugt das erst wenige
Wochen alte Äffchen

über den Dächern der Metropole

die königliche Pagode in Bangkok

Blick auf einen Teil des Königspalastes

beim schwarzen Buddha lernen wir zufällig
Thailands-Vertriebschef von "Red Bull" kennen

der Andrang an den zahlreichen Garküchen
in Chinatown ist enorm

der Haubenkoch verwöhnt Papa
mit diversen Köstlichkeiten

ob Meerestiere zu Ediths
Lieblingsspeisen zählen???

zum Abschluß unserer Reise
gönnen wir uns ein nobles Abendessen


Das war unsere erlebnisreiche und beeindruckende Reise in ein eher unbekanntes Land, das auf jeden Fall besucht zu werden sollte. Wenn ihr also den Leuten in Myanmar helfen wollt, scheut euch nicht, diesen Teil Südostasiens zu besuchen und ihr werdet mit uns der Meinung sein: Myanmar ist zweifellos eine Reise wert!

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