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Entdeckungsreise durch NEPAL
Sonntag, 9. August - 24. August 2009

"Namaste - Ich grüße das göttliche in Dir!" Mit diesen Worten wurden wir (Edith, Sandra und Papa Pepi) in unserem diesjährigen Urlaubsland Nepal, dem Land der abertausend Berge, Götter und Legenden, stets aufs Herzlichste begrüßt. Ähnlich wie im Vorjahr sind wir auch heuer wieder aufgebrochen, um ein Stückchen Land in Asien zu erkunden. Ausschlaggebend für diese Wahl war wahrscheinlich unsere Faszination für die asiatische Gastfreudschaft und Herzlichkeit, die uns auch in Nepal wieder aufs Neue in ihren Bann gezogen hat. Obwohl viele TouristInnen für eine Trekking-Tour oder zum Bergsteigen nach Nepal reisen, waren für uns die Begegnungen mit den Einheimischen sowie die Bekanntschaft mit den extremen Gegensätzen von Leben und Tod, arm und reich, Hochgebirge und Tiefebenen entscheidend.

In Nepal wird gegenwärtig das Jahr 2066 geschrieben, doch obwohl wir uns laut unserer Zeitrechnung in der Zukunft befinden, spiegelt der nepalesische Alltag und die Lebensweise vielmehr die Vergangenheit wieder. Man fühlt sich oft Jahrzehnte zurückversetzt. Ähnlich wie in unserem letztjährigen Erkundungsland Burma sind viele Nepali arm, sehr arm sogar. Trotzdem ist die Herzlichkeit, die Hilfsbereitschaft und auch die Freundlichkeit der Einheimischen nicht zu übertreffen: Keine Hast und Eile und immer ein nettes Lächeln im Gesicht - so begegneten uns die Nepali stets während unserer Tour. Und so werden wir sie in Erinnerung behalten...

Nepal ist von China und Indien, den beiden bevölkerungsreichsten Ländern der Erde, umgeben und gehört zu den wenigen Ländern ohne direkten Zugang zum Meer. Daraus ergibt sich zwangsläufig eine wesentliche wirtschaftliche Beeinträchtigung bzw. Abhängigkeit vom "großen Bruder" Indien. Seit mittlerweile zwei Jahren wird Nepal kommunistisch regiert. Nachdem Kronprinz Dipendra 2001 angeblich die gesamte königliche Familie (seinen Vater "König Birendra", seine Mutter und acht weitere Personen) erschossen hat, nahm der Bruder des toten Königs die Macht an sich. Allerdings musste auch dieser einige Jahre später (2008) abdanken.

Demokratische Bundesrepublik
Nepal

Amtssprache Nepali
Staatsform Demokratische Republik
Staatsoberhaupt Staatspräsident
Ram Baran Yadav
Fläche 147.181 km²
Einwohnerzahl ~ 30 Millionen
Bevölkerungsdichte 192 Einw. / km²
BIP ca. 450 US$ / Einw.
Währung Nepalesische Rupie
Unsere Erkundungstour durch das Land am Fuße der meisten 8000er der Welt startete mit einem 13stündigen Flug mit der asiatischen Airline Etihad von München über Abu Dhabi bis Kathmandu. Am kleinen, fast "familären" Flughafen wurden wir nach der obligaten Grippe-Gesundheitskontrolle bereits von unserem Guide Om und unserem Fahrer Tapa erwartet. Etwas erschöpft, aber voller Begeisterung und Vorfreude machten wir uns in der rush hour auf den Weg zum Hotel, das am Rande des Touristenviertels Thamel lag. Wie in allen asiatischen Ländern ist der Straßenverkehr und Straßenlärm die erste Besonderheit. Neben dem Linksverkehr und dem dichten Auffahren und Drängeln ist vor allem die Hupe ein markantes und unverzichtbares Utensil - wesentlich wichtiger als irgendwelche technischen Highlights am Fahrzeug. Als gewöhnungsbedürftig gilt die Tatsache, dass es in der Hauptstadt am späten Nachmittag oder Abend für einige Stunden keinen Strom gibt. Doch das Duschen oder Einkaufen in der Dunkelheit bzw. bei Kerzenschein wurde von uns weniger als Übel angesehen, sondern vielmehr in die Kategorie "kurios, aber witzig" eingestuft. Und auch auf die Klimaanlage kann man bei läppischen 35 Grad gut und gerne verzichten, oder? ;-))

Fotogen schaut anders aus, Mädels!
die durchzechte MPN-Nacht macht sich hier deutlich bemerkbar ;-))


Abschiedsbesuch von Margit, Spitzi und Baxi -
schön, dass ihr vorbeigschaut habts!


Stofftiere, Haribo, Luftballons -
die wichtigsten Sachen sind im Koffer

im Eifer des Gefechts hätte Sandra beinahe
ihre Schuhe zu Hause vergessen *g*

gschickt für unsere Erkundungstour -
von München gehts über Abu Dhabi nach Kathmandu


Ankuft in der nepalesischen Hauptstadt Kathmandu -
bestens gelaunt trotz 13 Stunden Anreisezeit


zur Begrüßung erhalten wir das handgeschriebene
Reiseprogramm für die nächsten 14 Tage


Duschen bei Kerzenschein -
Stromausfall steht in der Hauptstadt
auf der Tagesordnung


Geldwechseln und Einkaufen in der Dunkelheit wird
für uns schnell zur Gewohnheit


Granatäpfel, Ananas, Mangos -
für jeden Geschmack das passende Obst

Hofer im Mini-Format -
kleine Supermärkte wie diese gibts an jeder Straßenecke


Frisch und munter starteten wir am nächsten Tag unsere Erkundungstour durch die uns unbekannte Hauptstadt Kathmandu. Unser Programm begann im neu errichteten Buddha-Park mit den drei riesigen Buddha-Statuen und führte uns anschließend zu einem der Wahrzeichen der Stadt: zur Tempelanlage Swayambhunath. Die auf einem Hügel gelegene Anlage zählt zu den heiligsten Orten des Landes und ist bei TouristInnen vor allem aufgrund der unzähligen Gebetsfahnen ein beliebtes Fotomotiv. Danach führten wir unsere Besichtigungsrunde in der Altstadt fort. Neben dem Durbar Square mit all seinen Tempeln und beeindruckenden Bauten besuchten wir den „Kumari Bahal“, den Sitz der jungfräulichen Göttin Kumari.

Die Kumari wird als Inkarnation der Göttin Taleju betrachtet und bis zu dem Tag, an dem sie ihren ersten Tropfen Blut verliert, als Göttin verehrt. Die Furchtlosigkeit der Göttin wird in einem besonderen Ritual der „schwarzen Nacht“ getestet. Dabei werden angeblich 108 Büffel und 108 Ziegen vor den Augen von Mädchen im Alter von zwei bis vier Jahren geschlachtet. Jenes Mädchen, das keine Regung zeigt, wird Kumari. Die derzeitige Kumari von Kathmandu wurde im Oktober 2008 im Alter von 3 Jahren auserwählt. Sie darf während ihrer Amtszeit den Boden nicht mehr berühren, nur auf weißen Tüchern oder Teppichen gehen und sie muss permanent göttliche Kleidung tragen. Jede größere Stadt hat ihre eigene Kumari, die gegen kleine Spenden stillschweigend Besuche empfängt und die Gläubigen segnet. Wir hatten die Gelegenheit, die Kumari von Patan kennen zu lernen - mehr darüber erfährt ihr in einem der nächsten Berichte...

Ein besonderes Highlight unserer Reise war zweifellos die Begegnung mit den Sadhus, den heiligen Männern, die sich wie ihr Vorbild Shiva lange Haare und Bärte wachsen lassen und zur Vertiefung ihrer Meditation gerne Haschisch rauchen. Am Hauptplatz trafen wir auf drei Sadhus, die uns vor allem durch ihre farbenprächtigen Gesichtsbemalungen und Kleidungen ins Auge stachen und zum Fotographieren einluden. Gegen ein paar Rupien begrüßten sie uns wie alte Freunde und Weggefährten. Für uns war es zutiefst beeindruckend, inmitten der Sadhus zu sitzen und mit ihnen "Ooooommmmm" zu rezidieren.


Zeit für Post nach Österreich -
eine Stunde Surfen kostet lediglich 50 Cent


unser Reiseleiter Om führt uns voller
Begeisterung durch seine Heimat Nepal


die Gebetsmühlen müssen
in Bewegung bleiben

drei riesige Götter erwarten uns
im neu erbauten Buddha-Park

108 x auf die Knie, ausstrecken, aufstehen und beten
- das hält den Körper fit und Buddha bei Laune


die Tempelanlage Swayambhunath: einer der heiligsten Orte
des Landes und eines der Wahrzeichen Kathmandus


tausende Gebetsfahnen flattern im Wind und
verrichten so ihre Arbeit als Glücksboten

die Gebetsfahnen mit dem traditionellen Mantra
"Om mani padme hum"


die göttlichen allsehenden Augen
überwachen jeden Schritt


tausende Fotomotive lassen die Herzen
der Fotografen höher schlagen


die beiden Nepalesinnen sind von der modernen Technik beeindruckt


ein Blick vom Swayambhunath-Hügel
auf die schöne grüne Hauptstadt Kathmandu


ob sich Papa Pepi zum Kauf einer Klangschale
überreden läßt?


eine der zahlreichen öffentlichen Wasser-/Badestellen
in der Stadt


eine Ansammlung von Tempel- und Palastanlagen auf kleinstem Raum
prägen den Durbar Square (UNESCO Weltkulturerbe)


Weise und Gelehrte bei einem gemütlichen Plauscherl
in der Mittagssonne


Opferzeremonien im Kasthamandap Tempel


Gläubige beim Gebet


dieser freundliche Priester lädt uns zu einer Audienz ein

Straßenhändler Baran wartet
auf Kundschaft

Blick auf das Kumari Bahal, dem Kloster der göttlichen Jungfrau


göttlicher Segen von oben?
Sandra als Zielobjekt von Taubenscheisse


Oms Kommentar "Heilige Scheisse"
sorgt für herzhaftes Gelächter

Sandra und Edith mit einem Tempelwächter:
ein "Ghurka" in der offiziellen Uniform

das Goldene Tor zum Königspalast -
für Touristen heute leider nicht mehr zugänglich


die heiligen Männer und die Touristen genießen das
gemeinsame Fotoshooting


Ruhe und Gelassenheit prägen den
Gesichtsausdruck der Sadhus

die heiligen Männer haben sich einem religiösen, teilweise
streng asketischen Leben verschrieben

ein Tapi als typisch nepalesische Kopfbedeckung -
Papas Tapi wird immer und überall bewundert und bestaunt :-))


Souvenir, Souvenir - leider sind während der Monsunzeit
nur wenige Touristen im Land unterwegs


Papa liebt das Feilschen mit den Straßenverkäufern


ein Traum für jeden Elektriker???


33 Millionen Götter beschützen Land und Leute
Sandra verehrt den Zahnwehgott


fast pünktlich zur Siesta:
der tägliche Monsun-Schütter

auch im kleinsten Geschäft findet sich ein
geeignetes Platzerl zum Schlafen ;-))


Nepal ist in unseren Breiten vorrangig für seine gewaltigen Gebirgszüge bekannt und so konnten wir uns das Angebot von Buddha-Airlines nicht engehen lassen, einen Rundflug entlang der 8000er zu starten. Gemeinsam mit 12 weiteren Passagieren und zwei Piloten stiegen wir in den frühen Morgenstunden in die Lüfte, um die Bergriesen nacheinander zu begrüßen. Leider machte uns der Wettergott bzw. eine hartnäckige Wolkendecke einen kleinen Strich durch die Rechnung und so konnten wir lediglich die Spitzen vom Mount Everest und Lhotse sowie vom Makalu und Melungtse bewundern. Nachdem uns unser Reiseleiter Om bereits vor dem Abflug darauf aufmerksam machte, dass wir bei schlechter Sicht den Flug reklamieren könnten, nutzten wir diese Gelegenheit und besorgten uns gleich nochmals drei Tickets für einen weiteren Himalaya-Flug am nächsten Tag.

Nach der Rückkehr vom Flughafen und einem typisch nepalesischen Frühstück im Hotel (klein und bescheiden) fuhren wir nach Pashupatinath zum wichtigsten hinduistischen Tempelbezirk mit den Verbrennungsstätten, um Leichen auf ihrem letzten Weg zu begleiten. Bereits auf dem Weg zu diesem Heiligtum konnten wir zahlreiche lodernde und rauchende Feuer sehen. Unsere Tagesverfassung wechselte dabei rasch von sehr fröhlich zu deutlich bedrückt und nachdenklich. Innerhalb weniger Stunden nach dem Ableben werden die Toten zur Verbrennungsanlage gebracht, verbrannt und die Überreste in Form von Asche wieder an die Natur zurückgegeben. Nachdem sich die engsten Angehörigen von ihren Liebsten verabschiedet haben, wird der Leichnam entkleidet, gereinigt und anschließend auf den Scheiterhaufen gelegt. Nach einem kurzen Ritual entzündet der älteste Sohn letztendlich das Feuer. Die Asche wird anschließend einfach in den heiligen Bagmati-Fluss geworfen, der kurioserweise auch als Wasch- und Badeplatz für Jung und Alt dient. So nah sind hier Leben und Tod beisammen!

Während wir das soeben Erlebte noch Revue passieren ließen, setzten wir unsere Tour durch die Anlage fort und besuchten ein aus Spenden finanziertes Alters- und Behindertenheim. Zum Abschluss des Tages stand die Besichtigung der Samata School auf dem Programm. Mit rund 3.000 Schülerinnen und Schülern zählt sie zu den größten Schulen des Landes und wird ausschließlich über private Spenden finanziert. Straßenkinder und Kinder aus sozial schwachen Familien erhalten hier über Stipendien eine gute Ausbildung und somit den oftmals entscheidenden Grundstein für eine bessere Zukunft.


voller Euphorie starten wir frühmorgens zum 8000er-Flug


die Gebirgsspitzen zeigen sich heute leider ziemlich "bedeckt"


nur die 8000er ragen über die Wolkendecke: links der
Mount Everest (8.848m) und recht der Lhootse (8.516 m)


Besuch einer Volksschule auf dem Weg nach Pashupatinath


aufmerksam folgt er den Worten
der Lehrerin


die Schuluniform ist in Nepal Pflicht

hier versteckt sich wohl ein kleines
"Lausdirndl"

Hallo!
Bitte von mir auch ein Foto!


Fotografieren und Fotos anschauen sind die
Lieblingsbeschäftigungen der Kleinen


ein künftiger "Harvard-Student"?

Om erklärt Pepi und Sandra das Verbrennungsritual der Hindus
in Pashupatinath, am heiligen Bagmati Fluss

das dauert wohl noch ein bisschen, bis Papa dem
Sadhu Konkurrenz machen kann


geopfert werden neben Früchten, Fleisch
und Geld auch alle Arten von Farben


Blick auf die Verbrennungsanlage in Pashupatinath


rund um die Uhr werden hier Leichen verbrannt


markaberes Spektakel


dieser Anblick schlägt auf den Magen
und trübt die Stimmung


der nächste Leichnam wird zur Verbrennung vorbereitet,
während sich die engsten Angehörigen verabschieden


der älteste Sohn umrundet die Leiche 3 x mit der offenen Flamme


der nächste Scheiterhaufen wartet bereits auf
die Entzündung


die Überreste der Leichenverbrennung werden
in den heiligen Fluss geworfen


nebenbei baden die Kinder und waschen
sich die heiligen Männer und Frauen


Anlauf und Sprung aus luftiger Höhe

Zeit für die täglichen Körperpflege

diese betagten Männer freuen sich über
unseren Besuch im Altenheim


der Fernsehplatz im Altenheim als beliebter
Treffpunkt für Männer und Frauen


Namaste! Ich grüße das Göttliche in dir!


herzliche und zufriedene Menschen
begegnen uns während unserem Rundgang


runzelig schön


glücklich ist, wer in diesem Altenheim
einen Platz findet

faszinierende Gesichter, die sicherlich
allerhand erzählen könnten

diese Oma war vom eigenen Foto
leider ziemlich schockiert

die Gleichberechtigung ist auch bei der Heiligkeit eingezogen -
Blick auf einige heilige Frauen


viele Bauten werden von Tauben belagert


der Pashupatinath-Tempel ist Shiva,
dem Herrn der Tiere, geweiht


diesen Hindutempel mit dem goldenen
Stier dürfen wir leider nicht betreten


ein sich zum Affengott bekennder Sadhu
segnet Edith und Sandra


dieser Sadhu hat sich sein Haar seit
15 Jahren nicht mehr schneiden lassen


sein Gesicht verrät Zufriedenheit

Besuch der Samata School: eine der größten Schulen
des Landes mit etwa 3.000 SchülerInnen


Fotopause im Schulhof


die kleine Asmita (rechts) und ihre Freundinnen freuen sich
über unseren Besuch und weichen uns nicht mehr von der Seite


"Where are you from?" und "What's your name?"
als beliebteste Fragen der Kinder


Pepi im Gespräch mit dem Direktor der Samata School


Sandra in gewohnter Umgebung -
wir wärs mit einer Mathestunde für die Kleinen?


die Kinder sind glücklich, eine Schule besuchen zu können


Pepi erzählt der Klasse einige Fakten aus unserer Heimat


Kollegen beim Fachsimpeln


stolz präsentieren sich die Buben in ihrer Schuluniform


strahlende Kinderaugen


reges Treiben in der Mittagspause

unter den Kindern fühlt sich Sandra wohl

die Stupa von Bodnath -
mit 40 Metern Durchmesser eine der größten Nepals


Gebetsfahnen, Gebetsmühlen und die allsehenden göttlichen Augen
prägen die heilige Stätte


kleine Souveniergeschäfet zieren den Rundweg


Om erzählt uns die Legende rund um den Stupa


ein typisch nepalesischer Snack:
Momos - mit Gemüse oder Fleisch
gefüllte Teigtaschen


Edith und Sandra bevorzugen andere
landestypische Köstlichkeiten

Babu - ein Freud, der uns witzigerweise
immer wieder über den Weg läuft

Das waren unsere ersten Eindrücke aus dem fernen Nepal. Wie unsere Reise weiterging und was wir weiterhin alles erleben durften, erfährt ihr in unserem nächsten Bericht.
Seid gespannt und schaut wieder vorbei - wir freuen uns auf Euren Besuch!
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