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Entdeckungsreise durch NEPAL
Sonntag, 9. August - 24. August 2009

Nachdem unser erster Himalaya-Rundflug aufgrund der schlechten Sichtverhältnisse leider nicht unseren Erwartungen entsprach, durften wir am nächsten Morgen erneut unser Glück versuchen. Und diesmal sollten wir auch nicht enttäuscht werden! Der Wettergott war einsichtig und bereits nach wenigen Minuten zeigte sich ein beeindruckendes Gebirgspanorama: Ein 8.000er nach dem anderen erstrahlte vor unserer Kamera und als krönendes Highlight posierte schließlich auch der König der Berge (Mount Everest mit 8.848 m) gemeinsam mit seinem Nachbarn (Lhotse, 8.516 m) fürs Foto. Für uns ist es nur schwer vorstellbar, dass Menschen freiwillig die unglaublichen Strapazen auf sich nehmen, um diese Bergriesen zu erklimmen. Zum einen gilt es den Kampf mit der sehr dünnen Luft aufzunehmen, zum anderen erwarten einen oft hüfthohe Schneemassen und gefährliche Gletscherspalten, die Mutige nicht selten mit dem Leben bezahlen.

Nach diesem eindrucksvollen Schauspiel kehrte die Maschine wieder zum Flughafen Kathmandu zurück und wir konnten unser geplantes Programm starten. Reiseleiter Om wartete bereits auf uns und führte uns nach Khokna - unter den Einheimischen besser bekannt als "Entenhausen". Eine Legende besagt, dass die dort zuständige Göttin eine Abneigung gegen Hühner hatte. Zu Ehren der Göttin werden deshalb in diesem Städtchen seit jeher lediglich Enten als Federvieh gehalten. Das kleine Dorf Khokna beeindruckt vor allem durch die typischen Bachsteinhäuschen mit den Sal-Holzschnitzarbeiten an den Fassaden und den leuchtenden Chili-Ketten, die vor den Fassaden hängen.

Bevor wir allerdings einen ausgedehnten Spaziergang durch das "hühnerlose" Khokna machen konnten, beauftragten wir Om mit einem Spezialwunsch: Sandras Sandalen hatten den nächtlichen Spaziergang vom Vorabend (bedingt durch Ediths "Aufhatsch-Unfall") leider nicht überlebt. Und da es in asiatischen Ländern quasi unmöglich ist, Sandalen der passenden Größe zu finden, musste eine Alternative gefunden werden. Der Schuster von Entenhausen sollte unser Problem lösen. Bewaffnet mit Nadel und Faden machte sich der Meister ans Werk. Mit einer Ahle stach er die erforderlichen Löcher in die Sohle und nähte so die abgerissenen Riemchen wieder an. Für eine gute halbe Stunde Handarbeit verlangete er dann einen lächerlichen Lohn von 50 Cent. Unvorstellbar für unsere Verhältnisse.


noch etwas müde, aber voller Begeisterung warten
wir auf den Himalaya-Rundflug Nummer 2


Blick auf die Hauptstadt Kathmandu -
leider regnet es auch beim Abflug wieder


die ersten Gebirgsgipfel verstecken
sich noch in den Wolken


der Mount Everest oder Chomolungma: ein unvergessliches
Erlebnis, dem Herrscher im Reich der 8000er so nahe zu sein


für die Besteigung des Mt. Everest müssen
rund € 70.000 bezahlt werden
(links der Mount Everest 8.848 m, rechts der Lhotse)


die Gipfel des Himalaya zeigen sich am frühen Morgen
von ihrer schönsten Seite


auch der Captain ist von der
Sicht begeistert


traumhaft schön


heute zeigt der Daumen
eindeutig nach oben

Machupuchare oder Fischschwanz: der heilige Berg Nepals -
die Bezwingung dieses Riesen ist strengstens verboten

die Namensgeber des kleinen Örtchens Khokna
- Entenhausen läßt grüßen


perfekte Handarbeit zum "Spottpreis"
Sandras Sandalen bekommen eine Generalsanierung


Sandras Held: der Schuster von Entenhausen *g*


määähhhh
was gibts denn hier zu sehen???


ein Festzug mit Dämonen belebt den nepalesischen Dorfalltag


ein kleiner Obulus fürs Dabeisein

eine Cousine vom Krampus???

die Jugendlichen genießen das bunte Spektakel


bei leichtem Regen geht die Erkundungstour weiter


die „betagten Dorfältesten“ treffen sich
am Dorfplatz zum Nachrichtenaustausch
( Männer ratschen ja nicht oder wie heißt das so schön...)

faszinierende Gesichter laden zum Fotografieren ein


zu Fuß geht's weiter in den Nachbarort Bungamati


spontaner Besuch im Waisen- und Behindertenheim


Gemeinsam mit Om spazierten wir weiter ins nächste Städtchen Bungamati. Auf dem Weg dorthin (vorbeiführend an zahlreichen Reisfeldern) sprach uns ein behinderter Junge an und lud uns ein, sein Zuhause zu besuchen. Etwas zögerlich nahmen wir seine Einladung an und lernten so das Behindertenheim "Disable Hostel Lalitpur" kennen. In einem Raum mit etwa 10 bis 12 m² leben hier bis zu 8 Kinder bzw. Jugendliche im Alter zwischen 2 und 16 Jahren. Die Kinder zeigten uns ihre Zimmer und führten uns voller Stolz die selbstgebastelten Musikinstrumente und ihre Schulhefte vor. Erschütternd, wie wenig die Kinder haben! Und trotzdem strahlen sie eine Zufriedenheit und Fröhlichkeit aus, die Spuren in unseren Herzen hinterließen. Nachdem wir beim Heimleiter eine kleine finanzielle Unterstützung für die Kinder hinterlassen und einige Säckchen Haribo und Stofftiere verteilt hatten, mußten wir wieder Abschied nehmen. Dieser Besuch stand wie viele andere Besichtigungen und Erlebnisse zwar nicht in unserem Programm, aber dank des Engagements unseres Reiseleiters konnten wir erleben und genießen, was wir wollten. Vielen Dank, lieber Om!

Die BewohnerInnen von Bungamati, bekannt als die Stadt der Bauern, leben vorwiegend von der Schnitzerei und Weberei. Diese Kunsthandwerke werden auf den Touristenmärkten (vorrangig in Kathmandu und Patan) verkauft. Nach einem kurzen Rundgang durch die kleinen Gässchen machten wir uns wieder auf den Weg zurück in die Zwillingsstadt Kathmandus, nach Patan.


voller Stolz präsentieren uns die Kinder ihr Heim


egal ob blind, taub oder stumm: ihre Herzlichkeit und
Gastfreundschaft überstrahlt die körperliche Beeinträchtigung


unser Besuch zaubert Abwechslung in den Heimalltag


für diesen blinden Burschen ist jeder Tag
eine neue Herausforderung


winke, winke - leider heißt es wieder Abschied nehmen


Süßigkeiten und eine kleine finanzielle
Unterstützung gibt man hier gerne

der Direktor des Heimes bedankt sich recht herzlich

gemütliches Schlendern durch
das idyllische Örtchen Bungamati


Papa und die Dorffrauen: auch wenn sie sich nicht
verstehen, unterhalten sie sich prächtig ;-)


farbenprächtige Chiliketten und dunkle Holzschnitzereien
prägen den kleinen Newar-Ort


der Gockel, die arme Sau, ist angekettet ;-))


frisch geerntet – man sieht ihnen die Schärfe förmlich an


Trude posiert fürs Foto


freundliche Kinder begleiten uns
auf unserer Dorftour


der Rato-Machhendranath-Tempel
in Bungamati


vor den herrlich geschnitzten Fensterfassaden
hängen die zum Trocknen aufgehängten Chiliketten

der Meister läßt hier ein Kunstwerk entstehen

Bungamati ist vor allem aufgrund des traditionellen
Holzschnitzhandwerks bekannt


eine kurze Verschnaufpause -
Om erzählt uns eine der vielen interessanten Legenden


Siesta! Jeder Mensch braucht seinen gesunden Schlaf


das Reinigungsritual des Kleinen scheint
hier wohl ein harter Kampf zu sein


selbst für die Kleinen ist das
tägliche Schminkritual unerläßlich


eine kleine Prinzessin?

heute ist scheinbar Waschtag
für die Kleinen


Patan ist mit ca. 300.000 EinwohnerInnen die zweitgrößte Stadt von Kathmandu-Valley und nur durch den Bagmati (heiliger Fluss) von der Hauptstadt getrennt. Das alte Zentrum Patans wurde beim großen Erdbeben 1934 stark zerstört, unter österreichischer Mithilfe aber wieder aufgebaut. Der Durbar Square oder auch Platz des Königshofes ist Weltkulturerbe der UNESCO und bei unserem Besuch aufgrund eines religiösen Festes zu Ehren von Shiva von etwa einer Million Frauen belagert. Die Frauen, meist im roten Sari gekleidet, warteten stundenlang in schier unendlichen Reihen, um ihre Gaben im Opfertempel darzubringen. Begleitet wurde das Fest mit traditionell nepalesischer Musik gemischt mit religiösem Gesang. Und wir waren mittendrin statt nur dabei und durften alles hautnah miterleben und fotografieren.

Ein besonderes und unvergessliches Erlebnis war schließlich der Besuch der sagenumworbenen Kumari von Patan. Wie bereits im ersten Teil erwähnt, ist die Kumari eine lebende Göttin, die im Alter zwischen 2 und 3 Jahren auserwählt wird und bis zum Verlust des ersten Blutstropfen (durch Verletzung oder Regelblutung) als Göttin verehrt wird. Kritisch betrachtet wird hier unserer Meinung nach einem Kind schlichtweg die Kindheit geraubt!
Die Kumari stammt aus der Kaste der Silberschmiede und wird von Astrologen auserwählt (vergleichbar mit der Suche nach dem Dalai Lama). Die junge Göttin darf während ihrer Amtszeit mit ihren Füßen den Boden nicht berühren und wird entweder getragen oder muss auf weißen ausgebreiteten Tüchern laufen. Bei Empfängen trägt sie stets feierliche Kleidung mit aufwändiger Schminke und segnet die BesucherInnen. Auch wir wurden von der amtierenden Kumari empfangen und gesegnet - ein prägendes, aber seltsames Gefühl vor einem Kind oder doch einer Göttin zu stehen und den Segen zu erbitten.

Am nächsten Tag erwartete uns die Besichtigung von Bhaktapur - die Stadt der Gottergebenen. Sie ist eine faszinierende altertümliche Stadt mit vielen Tempeln und mittelalterlich wirkenden Häusern und Gassen. Bhaktapur zählt aufgrund des autofreien und daher relativ ruhigen und sauberen Durbar Squares zum Herzstück des Kathmandu Valleys. Bekannt ist neben vielen anderen Highlights vorrangig der Königspalast mit den 55 schwarzen, kunstvoll geschnitzten Holzfenstern und das „goldene Tor“.


Blick auf Patan:
zweitgrößte Stadt Nepals und Zwillingsstadt Kathmandus


Mittagessen über den Dächern von Patan


rund eine Million Frauen verehren heute Shiva
und beten für ihre Männer


wir stürzen uns ins Vergnügen und in die Menschenmasse


diese Blätter dienen als Schüssel für die Opfergaben


unendliche Warteschlangen zur Darbringung der Opfergaben
und zum Beten


der Bala-Gopala Tempel
auf dem Durbar Square


Papa hält die Eindrücke fest


trotz stundenlangen Wartens ist die Stimmung bestens

Papa und Om: überwältigt oder über-
fordert beim Anblick so vieler Frauen?

die Wunschzettel werden den Flammen übergeben


auch die Brahmanen erhalten kleine Opfergaben,
um die Götter gut zu stimmen


die Sicherheitskräfte brauchen eine kurze Pause
(kein Wunder bei rund einer Million Frauen ;-)


hier wohnt die "lebende Gottheit":
die Kumari von Patan


leichte Anspannung vor dem Treffen mit der kindlichen Gottheit



die Kumari von Patan: ein Mädchen mit
12 Jahren, das (wie alle Kumaris)
ihrer Kindheit beraubt wurde

die Kumari darf bei der Segnung weder lachen, noch die Zähne zeigen,
geschweige denn den Gläubigen in die Augen schauen -
das würde Unglück bringen

die nepalesische Flagge -
kaminrot als Nationalfarbe, blau als Symbol
des Friedens


Bhaktapur: wir bewundern die alten Tempel und
den Royal Palace am Durbar Square


einer der "niedlichen" Steinlöwen beim Zugang zum Palast

Eintritt zum Royal Palace durch
das „goldene Tor“

die Fassade des Königspalastes mit den 55 schwarzen,
prachtvoll geschnitzten Holzfenstern


Sandra beim Fotoshooting mit einem eingerauchten Sadhu


zwei betagte Damen – rechts eine Witwe (Witwen tragen weiße Kleidung)

fotografische Spielerei mit
einem Tempel

„Handwerk hat goldenen Boden?“ hier wird Beton gemischt
und dann zur Baustelle getragen


Bau einer neuen Mauer:
5 Maurer und 10 Schauer – da geht was weiter! ;-))


fröhliche Kinder am Straßenrand


trotz Armut immer gut gelaunt und bereit für diverse
Scherze und Neckereien


eine bunte Samen- und Körnermischung


eine Delikatesse:
auf Holzkohlen gebratene Eier


Dipak und sein Freund begleiten uns durch Bhaktapur


unsere neuen Freunde übernehmen
kurzzeitig den Fotodienst mit unserer Kamera


Erinnerung an Österreich:
Dipak bekommt zum Abschied ein
Wörterbuch von uns


Besuch in einer Reispapierfabrik -
interessant, was aus dieser
Faser hergestellt werden kann

eine Ähnlichkeit oder doch die göttliche Abstammung? ;-))


Papa und Sandra genießen das erlebnisreiche Nepal


Sandra und der steinerne Ringer
am Aufgang zum Dattatraya Tempel


diesen Hindutempel mit dem goldenen
Stier dürfen wir leider nicht betreten


Mittagessen in luftiger Höhe:
Om und Pepi warten auf die bestellten Momos


ein alter Meister lehrt Edith die Kunst des Töpferns an der Töpferscheibe


der Ton hat seine Spuren hinterlassen -
Händeabdruck gefällig?

mitten am Dorfplatz steht der Dorf-Brennofen,
um die getöpferten Waren zu brennen


mit diesen Einachs-Dieselgespannen erfolgt
ein Großteil der Transporte


abendliche Plauderstunde mit dem
äußerst zuvorkommenden Chef
unseres Hotels und der Reiseagentur


Unvergessliche Erlebnisse in einem beeindruckenden Land! Im nächsten Teil berichten wir über den Chitwan Nationalpark: Auf dem Rücken einer Elefantendame erkunden wir den Park und treffen auf Rhinos, Krokodile & Co.
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