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"Expedition" in den fernen Osten: Vietnam
Teil I
Juli/August 2006

Xin chau! Zu einer nicht alltäglichen Reise ist das Redaktionsteam von Vormoos Online vor kurzem aufgebrochen. Wir haben uns auf den Weg gemacht, um Vietnam, die Perle Indochinas, zu entdecken und zu erleben. Viele zeigten sich von unserem Reisevorhaben verwundet: Immerhin gilt Vietnam nicht unbedingt als Urlaubsland schlechthin - zu tief sind die schrecklichen Bilder des Vietnamkrieges in den Köpfen verankert. Für uns war die Reise ein Erlebnis sondergleichen. Wir sind vom Land und vor allem von den Leuten begeistert. Eine derartige Herzlichkeit und Gastfreundschaft, wie wir sie in den letzten Wochen erleben durften, ist uns auf unseren Reisen noch nie untergekommen.

Eigentlich wollten wir bereits im Vorjahr Vietnam erkunden. Leider machte uns damals die Vogelgrippe einen Strich durch die Rechnung und so mußten wir unseren Erkundungstripp um ein Jahr verschieben. Nach einer äußerst kurzen Vorbereitungs- und Buchungsphase (die Reiseunterlagen erhielten wir 4 Tage vor dem Abflug!) kam der Tag unserer Abreise immer näher. Am Samstag um 23 Uhr wurden schließlich noch die letzten Reiseutensilien wie Nagelschere, 2 Liter Omas Zwetschkenschnaps (lebensnotwendige Medizin ;-)) und vorsichtshalber zwei Rollen Klopapier in unseren prallgefüllten Koffern verstaut. Kurz nach Mitternacht startete unsere erlebnisreiche Expedition "Vietnam".

Am Bahnhof in Salzburg erlebten wir bereits unsere erste Überraschung. Der für 00:50 angekündigte Sonderzug (der Ferienexpress) hatte Verspätung, viel Verspätung! Mit einer unerklärlichen zeitlichen Zugabe von 3 Stunden landeten wir etwas nervös und doch leicht gestresst am Frankfurter Hauptbahnhof. Dort begann für uns ein Wettlauf mit der Zeit - immerhin stand das Boarden bereits unmittelbar bevor. Wir warteten allerdings noch immer auf die nächste S-Bahn zum Flughafen. Und um ein bisschen Action zu erleben *gg*, haben wir schließlich auch noch einen Teil unseres Reisegepäcks am Bahnsteig stehen lassen... Danke Mr. Unbekannt, dass Sie für uns mitgedacht haben!
Trotz dieser turbulenten und zeitweise verzweifelnden Anreise haben wir uns mehr oder weniger zeitgerecht ein Plätzchen in unserer Maschine B 747 von Frankfurt nach Singapur und weiter nach Hanoi gesichert. Endlich an Bord von Singapur-Airlines (einer der besten Fluglinien der Welt) ließen wir jegliche Hektik des Alltages hinter uns und ließen uns von der Crew mit leckeren Menüs und Snacks verwöhnen und vom Unterhaltungsprogramm an Bord (mehr als 100 Filme, zahllose Musikkanäle, Spiele und Lernangebote) freiwillig den Schlaf rauben! ;-))

Nach einer Flugzeit von insgesamt 14 1/2 Stunden landeten wir schließlich in einer völlig "anderen" Welt. Unsere ersten Eindrücke von Hanoi, der Hauptstadt Vietnams, könnt ihr weiter unten nachlesen... Viel Spaß!


schnell eine Runde Zähne putzen -
in 5 Sekunden ist Abfahrt!


in Salzburg heißt's erstmals: "Bitte warten!"

Tschüss Mama, genieß die Zeit
ohne uns

Ediths "gemütliches" Nickerchen im Zug

Sandra hält die ersten Eindrücke im Tagebuch fest


auf Wiedersehen Frankfurt! In 17 Tagen kehren wir zurück


über den Wolken... *sing*

Lachs auf Lauchsalat, Asia-Pfanne und ein erfrischendes Eis -
Schlemmen in 11.000 Metern Höhe

Zwischenlandung in Singapur: die Orchideen im Flughafen ...

... lassen Stress und Hektik vergessen

beim Flug von Singapur nach Hanoi haben wir endlich genug Platz zum Schlafen

der Sonne entgegen


Endlich in der Hauptstadt angelangt, erlebten wir zum ersten Mal den vietnamesischen Verkehr: Hektik, Motorenlärm und Hupen - allesübertönendes Hupen! Hunderttausende Mopeds prägen das Stadtbild der asiatischen Metropole. Das Moped zählt gemeinsam mit einem Fernseher zur Grundausstattung einer vietnamesischen Familie. Und transportiert wird damit quasi alles: Körbe voller Früchte, Baumaterialien aller Art und kiloschwere Reissäcke aber auch lebende Wasserbüffel, Schweine, Hühner oder etwa vierköpfige Familien passen locker auf das motorisierte Zweirad. Tja, und wichtiger als Benzin wird hier die Hupe angesehen. Denn ohne Bezin kann man das geliebte Vehikel zumindest ein Stückchen schieben, aber Fahren ohne Hupe ist schier unmöglich und grenzt nicht nur - nein es ist eine Katastrophe.
Obwohl die VietnamesInnen einen Führerschein brauchen und es angeblich Verkehrsvorschriften geben soll, grenzt der Verkehr an ein Wunder. Jede(r) fährt, wie es ihm/ihr beliebt. Niemand achtet scheinbar auf die anderen VerkehrsteilnehmerInnen. Und meistens funktioniert dies auch ohne gröbere Probleme. Das Überqueren einer Straße ist - vor allem für uns nicht vietnamverkehrsgeschulte TouristInnen - fast "Schwerstarbeit". Aber nach wenigen Tagen wird Mann (Frau) mutiger und stürzt sich ebenso ins Verkehrsgeschehen wie die Einheimischen (wenn auch mit etwas Bauchweh!).

Die ersten Eindrücke in Hanoi waren überwältigend. Unmittelbar nach unserer Ankunft erlebten wir das bunte Markttreiben in den schmalen Gässchen der Altstadt. Das Sortiment an den Straßen reicht von frischen Früchten über farbenprächtige Blumen bis hin zu frischen und getrockneten Fischen. Die Spezialgeschäfte sind übrigens in namentlich gekennzeichneten Straßenzügen untergebracht. So ist Hang Bo etwa die Korbgasse, Hang Hom die Sarggasse, Hang Ca die Fischgasse und in der Straße Hang Non sind die Hutmacher angesiedelt. Laßt euch also von den folgenden Fotos faszinieren und schnuppert ein wenig vietnamesische Realität.


der erste Blick auf ein ganz anderes und aufgrund der Monsun-Zeit überschwemmtes Land: Vietnam


buntes Treiben auf den Straßen prägt die vietnamesische Hauptstadt


zwei Vietmamesinnen tragen traditionell
frische Drachenaugen (Litschi) zum Markt


ein kurzer Anruf daheim:
Wir sind gut angekommen!

in solch kleinen Werkstätten wird nicht nur gearbeitet, sondern auch ferngesehen, geschlafen und weiß Gott noch was alles...

alles hat auf dem Moped Platz -
hier wird ein lebender Wasserbüffel auf dem Gepäcksträger transportiert

Uhrmacher "Hans von Hanoi" zeigt uns
seine Schätze

diese Dame bastelt extra für uns ein kleines Geschenk aus Früchten

ein essbares Meisterwerk vietnamesischer Handarbeit

unsere persönlichen Schutzengel beim Überqueren der Straße - Danke!


farbenprächtige Obstvielfalt: Bananen, Orangen, Pampelmusen, Drachenfrüchte, Melonen, Papayas, Rambutan und vieles mehr

Sandra spielt Vorkosterin der "Stachellitschi" Rambutan
Testurteil: mmhhh, sehr gut!


Fisch soweit das Auge reicht:
getrocknete Fische, Haifischflossen und alles was das Meer bietet


unser erstes vietnamesisches Stäbchen-Abend-Essen -
eine Herausforderung, aber lecker!


süß, sauer, scharf oder mild - für jeden Geschmack das Passende

die Köchin bereitet asiatische Köstlichkeiten nach unseren Wünschen zu


und zur Unterhaltung typisch vietnamesische Musik


Edith, ab ins Bettchen - du mußt morgen fit sein!

Pausenstop auf dem Weg zur Ha Long-Bucht:
zur Begrüßung gibt's einen Fingerhut voll grünen Tee


Papas Testurteil ist eindeutig! *gg*


Handmade: Kunsthandwerk in Vietnam

ein Reisbauer bei der Arbeit. Das ganze Jahr kann auf den Reisfeldern gepflanzt und geerntet werden. Reis ist Hauptexportartikel in die ganze Welt


Edith, die Reisbauern sind hinter dir ;-))


Nach einem eindrucksvollen Tag in Hanoi verließen wir die vietnamesische Hauptstadt für einen Tag und machten uns mit dem Bus auf den Weg zu einer der schönsten Landschaften Vietnams: der Ha Long-Bucht. Dort warterte bereits unser persönliches Kreuzfahrtschiff (eine hölzerne Dschunke), um uns das im Jahre 1994 zum UNESCO-Weltnaturerbe erklärte Naturtheater zu präsentieren. 3.000 kleine Kalksteininseln ragen hier aus dem Wasser und bilden unzählige Fotomotive. Der Legende nach hat ein Drache diese skurril geformten Felsen geschaffen. Seither trägt die Bucht den Namen Ha Long "herabsteigender Drache".

Ediths Erinnerungen an die fünfstündige Bootsfahrt werden durch ein unvergessliches Hoppala geprägt: Auf der Suche nach der Toilette machte sie tollpatschigerweise Bekanntschaft mit dem Maschinenraum im Keller und sicherte sich ein farbenprächtiges Andenken an ihrem linken Oberarm. Zum Glück ist bei dem Sturz in die Tiefe nichts Schlimmeres passiert und so konnten wir nach einer ersten Schrecksekunde (der "Rumpler" war enorm) gemeinsam über ihren "Ausflug in den Bootskeller" lachen.


ein Muss für jede(n) VietnambesucherIn und ein Highlight sondergleichen: eine Schiffahrt durch die Ha Long-Bucht


Nga, unsere Reiseführerin in Nordvietnam, gibt Papa
Nachhilfe in Sachen Meeresfrüchte-Esstechniken


Krabben, Scampie, Tintenfisch -
für viele eine Delikatesse, für uns ein Fotomotiv


Schlemmen auf hoher See - ein Prost auf die schöne Reise!


der Schiffskoch zaubert in seiner Kombüse vietnamesische Schmankerl

das knirscht zwischen den
Zähnen ;-))

so ein Service: der frische Nachtisch wird per Boot geliefert

die zahlreichen Felsformationen machen die
Ha Long-Bucht zum Fotoparadies

Sandra genießt die sonnige Fahrt durch die Bucht


mehr als 3000 (!) Kalksteininseln ragen aus dem Wasser


zwischendurch schnell ein Foto von uns

sich einfach auf die
faule Haut legen - herrlich!

Edith zeigt "stolz" ihr Andenken an den kurzzeitigen Ausflug in den Maschinenraum ;-))

ruhen und genießen...

Leben auf einem Hausboot - für uns unvorstellbar!

Besichtigung der "Höhle der Kraniche" auf der Insel Bo Nau


Spiel mit der Kamera beim Blick von der Grotte in die Ha Long-Bucht


ein Bild wie aus dem Urlaubsprospekt

unser handgeschnitzter Drachenkopf beschützt uns auf hoher See
(vor den 0,5 cm hohen Wellen ;-))


schnell eine Vinakaffee-Pause und dann erkunden wir Haiphong bei Nacht


Nga verarztet Ediths verletztes Knie.
Danke!


Farbenpracht bei Nacht: zahlreiche Springbrunnen zieren Vietnams größte Hafenstadt Haiphong

heute lassen wir arbeiten *gg*

Sandra mit ihrem Rikscha-Piloten

wir dürfen im besten Hotel der Stadt übernachten:
Hotel Harbour View Haiphong

Ines läßt sich die traditionelle "Nudelsuppe" zum Frühstück zubereiten


mit einem leckeren Frühstück starten wir in den Tag


Die virtuelle Reise zeigt euch einen Einblick in unsere ersten Reisetage in Vietnam. Was wir weiterhin erleben durften, erfährt ihr in den nächsten Tagen. Ihr dürft gespannt sein - schaut wieder rein, wir freuen uns!
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