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"Expedition" in den fernen Osten: Vietnam
Teil IV
August 2006

Der letzte Teil unserer Rundreise (vor dem wohlverdienten Badeurlaub) führte uns in die sogenannte Reiskammer Vietnams - ins Mekong-Delta. Nach einem unkomplizierten „Check in“ brachte uns ein Airbus der Vietnam-Airlines in knapp einer Stunde von Danang nach Saigon. Unsere heutiges Reiseziel lag allerdings noch einige hundert Kilometer weiter im Süden und so setzten wir unsere Busfahrt nach Can Tho fort. In My Tho, an einem Nebenarm des Mekong gelegen, wartete ein ausgezeichnetes Mittagessen auf uns. Auch berühmte Politiker wie etwa Ex-Kanzler Helmut Kohl waren hier bereits zu Gast und genossen die kulinarischen Schmankerl der Region. Exotische Delikatessen wie etwa der "Elefantenohrfisch" oder "Klebreiskuchen" (Sandras neue Leibspeise ;-)) ließen uns förmlich das Wasser im Mund zusammenlaufen. Mit vollem Magen setzten wir anschließend unsere Reise auf der Nationalstraße Nr. 1 Richtung Mekong Delta fort. Um den unteren Mekong zu überqueren, mußten wir mit der Fähre übersetzen und so erreichten wir am späten Nachmittag die kleine Provinzhauptstadt Can Tho. Der Mekong zählt mit mehr als 1.300 Fischarten und zahllosen Reptilien und Vogelarten zu den fünf artenreichsten Flüssen der Welt. Hier herrscht ganzjährig tropisches und feuchtwarmes Klima.

Als Highlight für jede(n) Vietnam-TouristIn gilt zweifellos das "hautnahe Erleben" der schwimmenden Märkte in Cai Rang. Unvorstellbar und beeindruckend zugleich, mit welch Hektik auf dem Wasser gehandelt, gefeilscht und gekauft wird. Nach diesem unvergesslichen Erlebnis hatten wir noch die Möglichkeit, eine Reismühle zu besuchen. "Vielseitiges Reiskorn" kann man hier nur sagen. Einen entspannenden Abschluss bildete der Besuch eines vietnamesischen Obstgartens der etwas anderen Art: Neben äußerst giftigen Kobras, schlafenden Pythons und sich sonnenden Krokodilen wachsen hier jede Menge Früchte - Orangen, Ananas, Bananen, Drachenfrucht, Limetten, Carambolen, Ramputan ... Es scheint gerade so als würde der Hausherr seine Reptilien mit der Bewachung der Obstgärten beauftragt haben ;-)). Ob man da noch um eine Frucht greifen will? Wir haben uns nicht getraut! *gg*

Vor unserer Rückfahrt nach Can Tho machten wir noch einen Abstecher nach Soc Trang - einer Hochburg der Khmer, um Sehenswürdigkeiten wie die Bat-Pagode zu besichtigen. Dort lauschten wir andächtigen Frauen bei der Gebetsmeditation und erkauften einigen Vögeln die Freiheit (vietnamesische Tradition). Unsere Fahrt führte vorbei an unzähligen Märkten mit frischem Obst und Gemüse, aber auch giftig grünen Schlangen, die vor allem zum Einlegen in Schnaps verwendet werden. Einen weiteren Höhepunkt stellte der Besuch der Clay Pagode oder auch Flughundepagode mit dem "schlafenden Buddha" dar. Im Tempelbezirk herrschte eine eigenartige Stimmung: die DortbewohnerInnen erschienen uns teilweise ein bisschen "high", tausende "fliegende Hunde" (Großfledermäuse mit mehr als 1 m Spannweite) schlafen hier während des Tages in den Bäumen des Heiligtums und gelbgekleidete Mönche, Schüler und Andächtige erweckten den Anschein, in Kambodscha zu sein. Schließlich trafen wir noch auf eine vietnamesiche Großfamilie, die vor allem von Sandra begeistert war. Groß und hellhäutig - so in etwa ist die "Traumvorstellung" der VietnamesInnen, die auch immer wieder mit den Worten "You are so beautiful" unterstrichen wurde. Aber auch Papa's Bauch erfüllte das vietnamesiche Volk mit ebensolcher Freude - Happy Buddha! ;-))


ein köstliches Mittagessen am Mekong

als Hauptspeise gibt's heute Elefantenohrfisch

Sandra's Lieblingsessen wird frisch zubereitet: Klebreiskuchen


ein Seitenarm des Mekong –
in der Monsunzeit besonders fruchtbar


eine Lastbarke fährt an unserem Mittagstisch vorbei

bitte lächeln ...

... und jetzt du, Edith!
(wie aus dem Gesicht geschnitten??? ;-))


ein lustiger Fotovergleich


auf der Fähre - Überfahrt nach Can Tho


Angelika, Yvonne und Sandra warten auf den Rest der Reisegruppe

Vietnamesinnen verwöhnen ihren Nachwuchs

ärmliche Wohnungen an einem Nebenarm des Mekong

Abstecher zu den Schwimmenden Märkten von Cai Rang


Frisches Obst - frisches Gemüse!


hektisches Markttreiben trotz aufsteigender Gewitterwolken

der Großeinkauf ist erledigt

Abwaschen im Mekong: die Sauberkeit sei dahingestellt...


zu Besuch in einer Reismühle


Bang erklärt uns die verschiedensten
Reissorten und deren Verwendbarkeit

Bauern holen den Reis-Abfall –
Spelzen als Schweinefutter

ein Khaiman döst in der Mittagssonne -
oder wartet er auf sein Mittagessen aus Europa???


die männliche Blüte der Bananenstaude


exotisch: frittierte Kürbisblüten auf Stäbchen


frische Früchte oder giftgrüne Schlangen und Schildkröten
-
was darfs heute sein?


die Reistrocknung erfolgt auf den Straßen


betende Frauen in der Bat Pagode - eine eigenartige, nahezu "schockierende" Stimmung kommt hier auf

der Chef des Tempels wacht über das Treiben

gegen eine kleine Spende und einen Wunsch
werden diese Vögel freigelassen


kitschig: Buddhas in allen Farben und Formen


das Khmer Museum in Soc Trang


Puppen in der Nationaltracht


unser Wissendurst ist bereits gestillt!


die fliegenden Hunde (Fledermäuse) in der Clay Pagode


fachsimpeln: Berndt und Pepi auf dem Weg in die Pagode


farbenprächtige Pagode in der "grünen Oase"


ein seltener Anblick: der schlafende Buddha


Ansturm auf Sandra - alle wollen so aussehen wie sie


ein Familienfoto mit Papa


Papa inmitten der Mönche - ob er sich hier wohlfühlt?


der Kleine wird fürs Foto chic gemacht


mmmhh, eine herrlich dünne Crepe Susett
(Ediths Worte: Was machen die Gurkenscheiben
bei meinem Palatschinken? ;-))


ein Stückchen Apfeltorte - schmeckt fast wie daheim


Pläuschchen mit StudentenInnen von der Uni Can Tho


zum Andenken ein Gruppenfoto


Am nächsten Tag hieß es leider schon wieder Abschied nehmen, vom südlichsten (aber auch ärmsten) Landesteil Vietnams. Zurück ging die Fahrt vom Mekong Delta
über Vinh Long, My Tho nach Saigon oder besser gesagt Ho Chi Minh City. Auf diesen Namen wurde die Stadt nach der Machtübernahme im Jahr 1975 umgetauft.

Saigon: eine Weltstadt mit 7 Mio. EinwohnerInnen und 3,5 Mio. (!!!) Mopeds und Motorrädern. Man kann sich leicht vorstellen, dass der Verkehr beinahezu katastrophal aussieht. Bewundernswerterweise läuft er aber meist einwandfrei. Nach einer kurzen Stadtrundfahrt mit Besuch der Thien Hau Pagode und Chinatown besichtigten wir zum Tagesabschluss noch den Ben-Thah-Markt, den größten Markt Saigons. Hier ist alles zu finden, was man braucht oder einfach so haben möchte: Obst und Gemüse, Fleisch, Fisch, Gewürzen, Kaffee, Stoffe, Hüte, Sandalen, Haustiere und und und. In den frühen Abendstunden machten wir uns dann auf den Weg in unser Hotel: Das Windsor Plaza, ein 5-Sterne-Hotel, das uns sprichwörtlich verwöhnte. Im Haus ist neben einem großem Einkaufsmarkt und einem Postamt auch die größte und modernste Disco des Landes untergebracht (ein Pflichtbesuch für uns!). Desweiteren gabs in vielen Restaurants Lifemusik und auch auf der Dachterrasse im 24. Stock konnten wir uns von vietnamischen Klängen verzaubern lassen.

Der nächste Tag startete mit dem Besuch des Kriegsmuseum, das bis vor wenigen Jahren noch "Museum für Kriegsverbrechen" genannt wurde. Natürlich ist das auch ein Propaganda-Museum, das nur den einseitigen Standpunkt aus vietnamesischer Sicht zeigt. Aber trotzdem: beim Marsch durch dieses „Gruselkabinett“ stockte einem wahrlich der Atem. Eine ebenso grausame wie auch lehrreiche Ausstellung mit Fotos und Original-Dokomentationen über die Greuel des Krieges mit der Waffensammlung, dem „Tigerkäfig“ und „Madame Guillotine" läßt dem Wort "Friede" wieder eine ganz neue Bedeutung zuteil.
"Das Besondere an den Tigerkäfigen war, dass die Häftlinge darin den letzten Rest Freiheit verloren. Während in anderen Gefängnissen oder auch Zellen ein bisschen „Freiheit in den eigenen 4 Wänden“ gefunden werden konnte, ließ der Tigerkäfig keine Spur von Freiheit. Hier lebtest du bei Tag und Nacht unter den Augen des Feindes. Tag und Nacht wurde der Gefangene kontrolliert und hatte nie das Gefühl, sich selbst zu gehören. Dies hatte einen schrecklichen seelischen Zustand zur Folge. Immer auf der Hut. Immer auf das Schlimmste gefasst. Immer mit gesträubtem Haar." (Nguyen Duc Thuan, In den Tigerkäfigen von Con Son, in: Erkundungen, 16 vietnamische Erzähler; Ostberlin 1977).

Nach dem Besuch einer Lackarbeiten-Handwerkstätte, in der wunderbare Einlegearbeiten aus Perlmut, Gold und Silber und Eierschalen erzeugt werden, führte uns unsere Rundfahrt ins Zentrum - zur Kathedrale Notre Dame und dem Hauptpostamt. Wie die Monumentalbauten (Hauptpostamt, Rathaus, Notre Dame und zahlreiche Hotels) zeigen, haben sich die Einflüsse der französischen Besatzung ganz deutlich niedergeschlagen. Zum Abschluss unser City-Tour besichtigen wir den Wiedervereinigungspalast (früher auch Präsidentenpalast), in dem auch nordvietnamesische Panzer und Mig’s ausgestellt sind, mit denen am 30. April 1975 der Palast gestürmt wurde.Wunderbar ist vor allem der Park mit den unzähligen und uralten Bonsais. Der Nachmittag gehörte wieder einmal uns und so machten wir uns zu Fuß auf den Weg, die größte Stadt Vietnams zu erkunden und zu erleben. Ein typischer vietnamesischer Kaffee im „Ciao“ gehörte hier genau so dazu, wie ein Spaziergang im „Monsunschütter“. Saigon muss man einfach gesehen und erlebt haben. Michael Herr schrieb 1969: „Scheiß Saigon! Macht süchtig!“


die Caodaistenkirche in Cai Lay

die „Anhänger“ der Kirche treffen sich 4 x täglich zum Gebet

die Kirche wird erkundet


Hoppauf Sandra, hinauf auf den Kirchturm!


tolle Aussicht vom Kirchturm auf das farbenfrohe Städtchen

junge „Caodaisten“

Andächtige beim Gebet


zur Abwechslung wieder einmal
ein fulminantes Mittagessen


Frühlingsröllchen im Reisnudelmantel

Besuch in der Chua Thien Hau Pagode
in Cho Lon

hier werden Wunschzettel und Geld
für die Verstorbenen verbrannt


das Haupteingangstor des chinesischen Tempels


Barocke Patisserie: das Rathaus in Saigon

Papa, falsche Seite! Das Fotomotiv ist eigentlich hinter dir ;-))


der ehemalige gesellschaftliche Mittelpunkt der Stadt: die Oper


die Vietnamesinnen wollen gerne mit "Weißen" fotografiert werden

extra für uns: die Touristenpolizei ist stets zur Hilfe


Besuch im größten Einkaufsmarkt in Saigon: der Ben-Thanh-Markt
- hier findet mal alles, was das Herz begehrt


freundliche Gesichter wohin man schaut


ob das vielleicht ein Brautkleid wird?

ein letztes Foto im Ben-Thanh-Markt

Ediths Kommentare sind immer ein bißchen
zum Lachen (richtige Weisheiten halt! *g*)


atemberaubender Blick auf die nächtliche Stadt
vom 24. Stock unseres Hotels


ein leckerer Drink auf der Dachterasse - Prost!

riesige Frühstücksauswahl
im „Windsor Plaza“

heute gibt's die tradionelle Nudelsuppe zum Frühstück

im Kriegsmuseum: Edith und Papa vor einer Maschine des Feindes (US)

Vormoos Online verewigt sich im
„goldenen Friedensbuch“

die „Galerie“ der gefallenen Journalisten – unter ihnen auch ein Salzburger (Gensluckner)

Vorsicht: Frau am Abzug


bestürzend: Missbildungen durch den
Einsatz von „Agent Orange“


ein GI mit den „Resten“ eines Gegners

eine nachdenkliche und bedrückende Stimmung herrscht nach dem Museumsbesuch

ein Gefangener im „Tigerkäfig“

Bilder von Kindern zum Thema „Krieg und Frieden“

das Hauptpostamt: von Gustave Eiffel entworfen

die neoromanische Kathedrale Notre Dame


eine Hochzeitsgesellschaft vor der Kathedrale


das Einfahrtstor zum Wiedervereinigungspalast

der Palast der Wiedervereinigung – früher Präsidentenpalast


dieser Panzer passierte als erster das Einfahrtstor – Kriegsende!


die Gruppe staunt über die pompöse Ausstattung des Palastes

Papa spricht zum Volk


pulsierende Großstadt mit Motorradmassen


Sandra sucht das nächste
Reiseziel im Reise-Know-How

Edith genießt die Stimmung im Ciao Caffee

herrlich duftender vietnamesischer Kaffee


ein kleiner City-Walk im Monsun


Dream(rain)team? Regenschutz für die Fotografin

das Rathaus mit Onkel Ho in den frühen Abendstunden


Schnäppchenkauf: Bestseller kopiert in Vietnam (etwa: Der stille Amerikaner, Kim Phuk das Mädchen hinter dem Photo, usw.


Und nun noch zur Auflösung unseres Rätsels von Teil III: Warum haben die Vietnamesinnen und Vietnamesen "Schlitzaugen"?

Die Lösung von unserem Charly Reiter aus Vormoos deckt sich mit den Ausführungen unseres Reiseleiters Thai: "Da der viele Reis im Essen stopft, bekommt man einen sehr harten Stuhlgang. Man muss sich daher sehr anstrengen und fest pressen; dabei wird zwangsläufig das Gesicht verzogen!" ;-)) Wir haben dieser Lösung der wissenschaftlichen den Vorzug gegeben.

Danke unseren RätselkönigInnen fürs Mitraten!

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